2.Platz Das 5G-Netz

Das 4G-Netz ist noch nicht flächendeckend nutzbar, da steht 5G schon in den Startlöchern und wird auf der MWC Barcelona zum Thema. Bei der Veranstaltung handelt es sich um die zweitgrößte Technologiemesse nach der CES. Sie ist die führende Weltausstellung für Telefonie. Die Teilnahme von über 100.000 Besuchern und marktführenden Mobilfunkanbietern wird erwartet.

5G ist die neueste Generation der Mobilfunkkommunikation.

Leistungskapazität (Datenaustausch 200 Mal schneller als 4G), verringerte Latenz (1 Millisekunde), Robustheit, Autonomie und Energieeinsparung zählen zu den Hauptargumenten für die Einführung von 5G-Netzen.

Weiterhin bleibt festzustellen, dass die neue energiesparende Generation länger ohne externe Unterstützung auskommt, das bedeutet weniger Wartungskosten. Sicherheit ist ebenfalls ein wichtiger Vorteil. Kabellose Konnektivität verringert Sicherheitsrisiken, die mit einer Verkabelung verbunden sind. Darüber hinaus minimieren hohe Bandbreiten die Wahrscheinlichkeit von Signalstörungen zwischen einzelnen Systemen und die daraus resultierenden Probleme in Bezug auf zuverlässige Datenübertragung. 

In einer zunehmend vernetzten Welt werden die Vorteile von 5G die Interaktion neuer Technologien vereinfachen und verbessern.

Auch hier ist es wichtig, die unterschiedlichen Anforderungen im beruflichen und privaten Bereich zu verstehen und Innovationen darauf auszurichten. Denn neben technologischen Herausforderungen geht es in erster Linie um Anforderungen aus Industrie und Handel. Letztendlich kann ein System wie dieses exponentiell wachsen.

Um welche Anwendungsfälle handelt es sich?

Alle B2C- und B2B-Bereiche sind potenziell betroffen. Es handelt sich tatsächlich um digitale Transformation. Einige Anwendungen wurden bereits mit dem 4G-Netz eingeführt,  so dass sie mit 5G erweitert werden können. Andere werden vom Konzept bis zur Bereitstellung auf der Grundlage von 5G entwickelt.

Das ist beispielsweise beim autonomen Fahren der Fall: Daten müssen nahezu in Echtzeit übertragen werden, da sie die Voraussetzung für den Betrieb sind.

Für Industrie, Fernwartung, Telechirurgie wie auch Telemedizin wird 5G zum Katalysator. „Remote assistance“ oder grenzübergreifende Zusammenarbeit – wie auch mit der Lösung Xperteye möglich – beruht auf dem Prinzip der Gleichzeitigkeit. Datenaustausch wird durch 5G einfacher und schneller, Latenz wird reduziert. Hoher Datendurchsatz wird nicht mehr durch langsame Netze beeinträchtigt. Die Arbeitsdichte wird sich somit steigern.

Auf die gleiche Weise wird Heimautomatisierung – bis jetzt nur Wunschdenken – zur Realität. Denn die Verwaltung zahlreicher vernetzter Objekte an einem Standort wird nun ohne Überlastung des Netzes zeitgleich möglich sein.

Welche Hindernisse gibt es aktuell?

201 Betreiber sind bereits dabei, eine Art Vorstufe des 5G-Netzes in 83 Ländern umzusetzen oder zu testen. Zudem überrascht es nicht, dass Amerikaner, Chinesen und Koreaner wieder einmal die Nase vorn haben. Zu den elf Telekommunikationsanbietern, die 5G in beschränktem Umfang eingeführt haben, zählen AT&T (Vereinigte Staaten), Elisa (Finnland und Estland), Etisalat (Vereinigte Arabische Emirate), Fastweb und TIM (Italien), LG Uplus (Südkorea), KT (Südkorea), Ooredoo (Katar), SK Telecom (Südkorea) usw. Einen richtiggehenden Wettbewerb liefern sich die Länder mit ihren Ankündigungen in den Medien. So war Finnland das erste europäische Land, das die Einführung von 5G bekannt gab. Nur gab es zu der Zeit noch gar kein kompatibles Endgerät.

Einen Wettlauf mit der Zeit liefern sich ebenfalls die USA und China. 5G ist wesentlicher Bestandteil des strategischen Masterplans „Made in China 2025“. Aber der Vertrieb kompatibler Endgeräte hat gerade erst begonnen, so dass vor 2020 nicht mit einem weitreichenden Netzausbau zu rechnen ist. Politik und Wirtschaft werden sich in diesem Jahr verstärkt mit dieser Thematik beschäftigen und die Technologie in den Fokus rücken.

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